Christian, der Rettungs-Allrounder

Bereitschaft, Wasserwacht, Helfer vor Ort, Feuerwehr oder hauptamtlicher Rettungsdienst: Die Möglichkeiten, sich im Bereich Rettung zu engagieren, sind vielseitig. Alles zusammen wäre für eine Person jedoch viel zu viel, oder? „Nein“, sagt Christian – und erzählt begeistert von seinem Job als Rettungssanitäter und seinen zahlreichen Ehrenämtern.

Dabei war Christians erster Kontakt mit dem BRK so gar nicht von Begeisterung geprägt: Im Jahr 2003 sollte er mit sieben Jahren schwimmen lernen. „Darauf hatte ich erst gar keine Lust“, erinnert sich Christian zurück. Schließlich packte ihn aber doch der Ehrgeiz – und als er dann das Seepferdchen-Abzeichen in den Händen hielt, hatte der kleine Christian das Schwimmen für sich entdeckt. Christian folgte seinen Eltern und seinem großen Bruder und trat der Wasserwacht bei. Auch seine Eltern sind bis heute noch aktiv dabei.  

Weiterbildung ist das A und O

Christians Seepferdchen sollte auch nicht lange alleine bleiben: Im Laufe der Jahre absolvierte er das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Bronze bis Gold und durchlief viele Lehrgänge beim BRK: „Vom Sanitäter über den Wasserretter bis zur Ausbildung in der Realistischen Unfalldarstellung war einiges dabei“, erzählt Christian. Die Begeisterung für die Rettung und das Ehrenamt wächst in ihm währenddessen immer weiter. Deshalb entschied sich Christian dafür, auch seiner örtlichen Feuerwehr beizutreten. 

Übungen bzw. Training, erste Einsätze, Veranstaltungen, gemeinsame Teamausflüge, Schulungen, Abzeichen – bei Christian ist immer viel los. Doch das störte ihn nicht, meint Christian: „Im Gegenteil. Ich merkte schon sehr früh, dass ich die Herausforderungen mag und einfach gerne Verantwortung trage.“ Seine Wasserwacht stand dabei immer hinter ihm und schickte Christian regelmäßig auf Lehrgänge. Sowohl den zum SEG-Leiter als auch die Fortbildung zum Motorbootsführer meisterte Christian mit Bravour. Und sein Ehrgeiz wird belohnt: Mit nur 20 Jahren wird Christian zum stellvertretenden Technischen Leiter der Wasserwacht-Ortsgruppe gewählt, erhält viel Verantwortung und organisiert zahlreiche Übungen. Seit 2020 ist er außerdem stellvertretender Vorstand der Ortsgruppe. 

„Ich habe dank ihm wohl das Ehrenamt im Blut."

Geteilte Leidenschaft zwischen Vater und Sohn

In den Jahren der Wasserwacht-Ausbildung und seines Feuerwehr-Engagements war in Christians Leben jedoch noch viel mehr los, erzählt er: „2012 begann ich meine Lehre als Konstruktionstechniker im Metallbau, 2014 bin ich den Helfern vor Ort beigetreten.“ Für letzteres ist wohl Christians Vater verantwortlich – denn der engagierte sich hier schon länger und steckte seinen Sohn mit der Begeisterung an. Christian macht das stolz: „Ich habe dank ihm wohl das Ehrenamt im Blut. Es war mir schon wichtig, in die Fußstapfen meines Vaters zu treten.“

Das „Retter-Gen“ in ihm begeistert Christians Kollegen bei der Wasserwacht, der Feuerwehr und auch bei den Helfern vor Ort immer wieder, hört Christian oft: „Viele sind fasziniert, wie ruhig und gelassen ich bei Einsätzen bleiben kann. Ich konnte mit Stresssituationen schon immer gut umgehen, ohne in Hektik auszubrechen.“ Auch in seinem Beruf als Konstruktionstechniker wird Christian schnell zum Ansprechpartner, wenn bei der Arbeit Hilfe gebraucht wird oder kleinere Verletzungen verarztet werden müssen. Die Kollegen sind froh, mit Christian jemanden mit weitreichenden Erste-Hilfe-Kenntnissen und einem großen Helferherz im Team zu haben.

Ein neues Ehrenamt führt zum Liebesglück

Nicht nur bei den Helfern vor Ort kannte man Christian über die Jahre als den „kleinen Sanitäter“. Schon immer zog es ihn in Richtung Rettungsdienst. Wer Christian und seine Geschichte kennt, den wunderte es wenig, dass er schließlich auch im RTW landete – ein Jahr lang als Praktikant bzw. dritter Mann, ab 2019 schließlich als angehender Rettungssanitäter. Dieser Lehrgang sollte für Christian ein besonderer werden: Denn hier lernte er seine Lebenspartnerin kennen. Sie war es auch, die Christian schließlich fragte: „Hast du nicht Lust, zu unserer Bereitschaft zu kommen?“ 

Christian braucht für seine Antwort etwas Bedenkzeit. „Anfangs war ich skeptisch“, erinnert er sich: „Wasserwacht, Helfer vor Ort, Feuerwehr… und jetzt auch noch Bereitschaft?“ Schließlich willigt er aber ein, sich das Ganze zumindest einmal anzuschauen. Einen Bereitschaftsabend später ist Christian schon überzeugt. Er tritt der Bereitschaft Sulzbach-Rosenberg bei und schafft es außerdem, seine Lebenspartnerin für seine Helfer vor Ort Gruppe zu gewinnen. 

Happy End im hauptamtlichen Rettungsdienst

Ein Jahr lang ist Christian daraufhin als Rettungsdiensthelfer gemeinsam mit haupt- und ehrenamtlichen Kollegen im Einsatz – bis ein Gespräch mit einem Kollegen alles verändert. „Bewirb dich doch bei uns. Wir suchen noch Leute“, meinte der hauptamtliche Kollege damals. Gesagt, getan – und Christians Bewerbung war erfolgreich. Auf der Rettungswache war Christian durch sein Engagement in der Bereitschaft und als Helfer vor Ort schon lange bekannt. Daher war die Freude groß, als bekannt wurde, dass er nun auch hauptamtlich in den Rettungsdienst einstieg. 

Und auch Christian selbst ist glücklich mit dieser Entscheidung. Wenn er auf die vergangenen Jahre zurückblickt, macht ihn sein Werdegang selbst fast sprachlos: „Vom Ehrenamt zum hauptamtlichen Mitarbeiter… Das hätte ich nie gedacht“. Mittlerweile ist Christian hauptamtlicher Rettungssanitäter und liebt seinen Beruf. Neues Wissen erlernen, sein Können an andere weitergeben und vielen Menschen in Notlagen helfen zu können sind für ihn die größten Pluspunkte im Job und auch im Ehrenamt. Denn letzteres spielt noch immer eine große Rolle in Christians Leben: Er ist der Wasserwacht, der Feuerwehr, den Helfern vor Ort und der Bereitschaft noch immer treu geblieben und auch über die Jahre überall ein aktives Mitglied. Oft wird er gefragt, ob ihm das alles nicht zu viel wird. „Darauf antworte ich immer: Nein, die Zeit für mich selbst habe ich jederzeit“, sagt Christian und ergänzt: „Und das Ehrenamt habe ich ja schließlich im Blut!“


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Version: 1.0 - Stand: 17.04.2018