Für Lisa S. bin ich bis heute eine Superheldin.


Meine Geschichte als Notfallsanitäterin.

Blindes Verständnis im Rettungswagen

Romina – Die soziale Superheldin

Das Innere eines Rettungswagens. Die Sirene heult immer wieder auf und keine Sekunde darf unnötig verschwendet werden. Mittendrin: Romina. Die Notfallsanitäterin muss Ruhe in der Hektik bewahren. Sie und ihre Kollegen schauen sich an und jeder weiß, was er zu tun hat.

„Man versteht sich ohne Worte“, erzählt die junge Frau, wenn sie über ihre Einsätze spricht: „Das ist immer wieder faszinierend, so etwas gibt es in keinem anderen Beruf!“

Genau diese unvergleichliche Atmosphäre und Kollegialität im BRK Team war es auch, die sie von Anfang an gefesselt hat. Vor drei Jahren, als sie sich über die Möglichkeiten eines Freiwilligen Sozialen Jahres informierte, stieß sie online auf das Angebot des BRK. Und vom ersten Tag an war sie voll integriert in die Abläufe und Herausforderungen der täglichen Arbeit im Rettungsdienst. „Es gab keine Schonzeit und das hat unglaublich viel Spaß gemacht“, erinnert sich Romina. Die Ausbildung zur Notfallsanitäterin war die logische Konsequenz. 

Man holt oft Menschen aus einem miserablen Umfeld und erfährt unglaubliche Dankbarkeit!

Seitdem ist jeder Einsatz etwas ganz Besonderes. Dabei sind es keineswegs nur die hochdramatischen blaulichtgefluteten Extremsituationen bei Unfällen, die Romina im Gedächtnis bleiben. „Man holt oft Menschen aus einem miserablen Umfeld und erfährt unglaubliche Dankbarkeit“, erzählt Romina. Drogenabhängige, die dringend Hilfe brauchen und auch wollen, werden häufig von der Polizei zwangseingewiesen.

Auf dem Weg in die Entzugsklinik ist es dann Romina, die ihnen Trost spendet, zuhört und für einen kurzen Moment am Leben der Menschen teilhat. „Das sind beeindruckende Gespräche“, erzählt sie, denn für die Suchtkranken werden die Notfallsanitäter quasi zu Lebensrettern. Alleine würden sie dem Drogensumpf wahrscheinlich nie mehr entkommen.

Anders die Lage bei Verkehrsunfällen. Beteiligte, egal ob schwerverletzt oder einfach nur traumatisiert aufgrund der extremen Situation, empfinden die pure Erleichterung, wenn Romina und ihre Kollegen auftauchen. „Für viele sind wir dann schon so etwas wie Superhelden – im sozialen Sinn“, überlegt Romina.

Längeres Praktikum sinnvoll

Für angehende „Superhelden“ hat sie einige Tipps parat. „Ich finde, man sollte auf jeden Fall über 18 sein. Sonst kann man teilweise nur eingeschränkt mithelfen“. Außerdem ist ein reges Interesse an Medizin und den körperinternen Vorgängen ein absolutes Muss. Und ein längeres Praktikum ist definitiv sinnvoll. „In einer Woche kann man nur an der Oberfläche kratzen“, ist sich Romina sicher.

Stress macht man sich ja im Endeffekt immer nur selber!

Sie selbst ist Feuer und Flamme für ihren Beruf und möchte in der Zukunft ihre Leidenschaft und ihr Wissen weitergeben. „Vielleicht kann ich einmal in die Dozentenrolle wechseln“, überlegt sie. Aber das ist Zukunftsmusik, denn ihr ist bewusst, dass sie dafür erst Erfahrungen sammeln muss. „Außerdem braucht man ein gewisses Alter, um die nötige Autorität auszustrahlen“, schaut sie voraus. Aktuell ist sie mehr als glücklich in ihrer Situation, auch wenn sie mit einem kleinen Höhenflug liebäugelt. „Eventuell kann ich ja mal den Rettungswagen gegen den Hubschrauber tauschen“, spekuliert sie lächelnd.

Der Zukunft schaut sie recht entspannt entgegen. „Natürlich gibt es immer mal wieder personelle Engpässe, aber das ist normal“, bewertet sie die Situation. Die Schule wird aber gut besucht, die Klassen werden größer. Woran es fehlt, sind die Betreuer für neue Azubis. Außerdem sieht Romina immer noch die fehlenden Informationen über das spezielle und relativ neue Berufsbild des Notfallsanitäters als Problem. Doch trotz alledem liebt sie ihren Beruf und geht ihn mit Euphorie und Begeisterung an. „Denn Stress macht man sich ja im Endeffekt immer nur selber“, resümiert sie.

Warum BRK?

Das Bayerische Rote Kreuz ist viel mehr als einfach nur ein Arbeitgeber. Klare Strukturen, eine flexible Urlaubsplanung und ein Tarifvertrag mit fairem Gehalt in Kombination mit einem kollegialen Team, das sich gegenseitig stets unterstützt, Weiterbildungs- und Karrierechancen machen die Stärken des sicheren und verlässlichen Arbeitsplatzes aus.

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Notfallsanitäter

Wenn ein Unfall passiert, ist von einer Sekunde auf die andere oft alles anders. Statt Vorfreude auf den Urlaub sind da nur noch Schmerzen - und im schlimmsten Fall sogar der Kampf ums Überleben. Genau dann sind sie zur Stelle: die Notfallsanitäter. Sie werden für Verletzte oft zu echten Superhelden. Auch Krankentransporte gehören zum Alltag, dann sind vor allem Verständnis und Einfühlungsvermögen gefragt. 

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