Forschen und Entdecken
Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich an der Reggio-Pädagogik, einer Bildungsphilosophie aus Norditalien, bei der Kindern von Anfang an vielfältige Kompetenzen zugesprochen werden und ihre Rechte im Vordergrund stehen. Bei uns haben die Kinder die Möglichkeit, sich auszuprobieren, zu experimentieren und ihre Entdeckungen, Erlebnisse, Empfindungen in „hundert Sprachen“ zum Ausdruck zu bringen. Denn durch das Staunen lernen die Kinder – sie werden neugierig und wollen mehr darüber wissen. Das Zitat von Loris Malaguzzi macht dies deutlich: „Kinder sind wie Dichter, Musiker und Naturwissenschaftler, eifrige Forscher und Gestalter“. Nimmt man sich dieses Zitat zu Herzen, braucht es eine Umgebung, in der sich Kinder ausprobieren können. Aus diesem Grund arbeiten wir nach dem Werkstattprinzip.
Werkstatt
In einer Werkstatt gibt es viele Gegenstände, die Lust machen, mit ihnen etwas auszuprobieren bzw. zu gestalten. Genau um das geht es uns: Die Lust der Kinder anzuregen, ihr Interesse zu wecken und dadurch Kompetenzen zu entwickeln.
Das bedeutet, dass den Räumen entsprechende Funktionen zugeordnet werden, die die Kinder am Vormittag und Nachmittag je nach ihrem Interesse aufsuchen dürfen. Diese Funktionsräume greifen bestimmte Alltagshandlungen, wie zum Beispiel das bildnerische Gestalten, Bauen oder Theaterspiel auf und sind mit vielfältigen Materialien ausgestattet, mit denen die Kinder frei und selbstständig kreativ werden und diese ausprobieren und erforschen können. Aus diesem Grund wurde von Anfang an bei den Planungen für unsere Einrichtung darauf geachtet, dass verschiedene „Werkstätten“, wie zum Beispiel die Bauwerkstatt, die Rollenspielwerkstatt oder das Atelier ihren Platz finden. Auch unser Garten ist für die Kinder eine Werkstatt für alle Sinne. Er bietet Platz zum Toben, Rutschen, Klettern, Verstecken, Matschen und Vielem mehr.