„Ich will nie wieder so hilflos sein wie damals“

Mit 16 Jahren wollte Sandy Jura studieren. Doch dann kam der Tag, der alles verändern sollte: Sandy ist mit Freunden unterwegs. Eine fremde Gruppe nähert sich ihnen. Dann geht alles schnell: Einer der Fremden schubst Sandys besten Freund. Der verliert das Gleichgewicht, stürzt auf die Straße und wird von einem Auto überrollt. Sandy fühlte sich in diesem Moment ganz verloren. Sie wusste nicht, wie sie ihm helfen konnte. Also hielt sie ihren besten Freund fest und war einfach nur für ihn da.

„Er hat immer wieder gezuckt“, erinnert sich Sandy, „Damals hatte ich keine Ahnung, warum.“ Die Zuckungen wurden durch ein Schädel-Hirn-Trauma ausgelöst, weiß Sandy heute. Der Unfall – und damit auch der Tod ihres besten Freundes – ist jetzt schon eineinhalb Jahrzehnte her. Doch dieses Erlebnis hat Sandys Leben geprägt: Mittlerweile ist sie Notfallsanitäterin. „Jetzt bin ich nicht mehr hilflos, ich kann sogar Leben retten!“, sagt Sandy, wenn sie auf ihre Pläne als Jugendliche zurückblickt.

Das Team muss zusammenhalten

Nach einer Ausbildung zur Rettungssanitäterin wechselte Sandy zum BRK – weg aus ihrer Stadt, raus aufs Land. Hier gibt es 12-Stunden-Schichten, kein 3-Schicht-System wie in der Stadt. „Der Wechsel zwischen den Dienstzeiten fällt mir hier leichter.“, erklärt sie. Auch mit den Kollegen und dem Chef versteht sich Sandy hier sehr gut, genau wie mit den Kollegen von den Nachbarwachen: „Wir helfen uns untereinander aus – wenn jemand bei der Nachbarwache krank ist, springe ich zum Beispiel auch einmal ein, wenn ich gerade frei hätte“, sagt Sandy.

Dieser Zusammenhalt ist für sie enorm wichtig – besonders auch bei Einsätzen, in denen sie es nicht schaffen, ein Leben zu retten. „Wir müssen funktionieren, unser Bestes geben und das Erlernte anwenden. Wenn wir ein Leben nicht retten können, helfen wir uns gegenseitig, mit diesem Erlebnis fertig zu werden“, erklärt Sandy.

Erste Hilfe rettet Leben

Als Sandy zum ersten Mal zu einem Einsatz gerufen wurde, bei dem ein Auto einen Menschen erfasst hatte, tobte das Bild ihres besten Freundes im Nachhinein wieder durch ihren Kopf. Doch eines unterschied die beiden Unfälle: Damals musste sie zusehen, wie ihr bester Freund starb, doch heute konnten sie dem Verunglückten helfen. Er überlebte dank der Arbeit von Sandy und ihrer Kollegen.

Dass Sandy helfen kann ist für sie ein riesiges Privileg. Deshalb ist es ihr ein großes Anliegen, erste Hilfe viel besser in die Schulen zu integrieren: „Erste Hilfe ist wichtig und kann Leben retten!“ Denn Sandy weiß aus eigener Erfahrung, wie schnell sich alles ändern kann und man plötzlich hilflos dasteht. Dass es ihr nun nicht mehr so geht, ist für sie neben den flexiblen Arbeitszeiten ein großes Plus in ihrem Job: „Meine Arbeit macht Sinn und ich kann Menschen in Not helfen.“ Am Tod ihres besten Freundes kann Sandy nichts mehr ändern. Aber sie rettete vielen anderen Menschen das Leben – und kämpft auch weiterhin darum, so vielen wie möglich helfen zu können.


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Version: 1.0 - Stand: 17.04.2018